Trauer verstehen

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen helfen, Trauer ein bisschen besser zu verstehen.

Vielleicht werden Sie auf Ihrem Weg von Ihren eigenen Reaktionen etwas überrascht oder überwältigt sein. Vielleicht werden Sie sich über die Wechselhaftigkeit Ihrer eigenen Gefühle wundern.

Es gibt unterschiedliche Konzepte und Modelle, um Trauer zu verstehen. Das Modell, von dem wir denken, dass es im Umgang mit Trauer besonders hilfreich ist, stammt von der holländischen Trauerforscherin Margaret Ströbe.

In der unten stehenden Grafik sehen wir zwei Felder. Beide beschreiben die Verhaltensweisen von Trauernden.

Das rechte Feld ist auf Wiederherstellung bedacht. Einem Trauernden in diesem Zustand geht es vor allem darum, sein eigenes Leben wieder zu normalisieren. Im linken Feld geht es vermehrt um den Verlust und um den Wunsch, Nähe zu dem Verstorbenen zu erfahren.

Häufig erleben wir, dass Trauernde zwischen den beiden Feldern wechseln: Es gibt Momente, in denen ist man ganz im Schmerz versunken. Dann wieder kommt die Hoffnung, später wieder Tränen, und plötzlich kann man auch wieder lachen.

Wie oft jemand zwischen den Feldern wechselt und wie lange man jeweils in einem Feld bleibt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche bleiben länger in einem Feld und wechseln dann langsam. Andere haben das Gefühl, sie „fallen“ mehrmals am Tag von einem Feld ins andere. Kinder bewegen sich häufig sehr schnell zwischen den beiden Feldern.

Im Laufe der Zeit leben die Meisten mehr im wiederherstellungsorienterten Feld, mit kurzen „Besuchen“ auf der anderen Seite.
Beide Felder haben ihre Berechtigung. Und beide helfen dabei, den Verlust ins Leben zu integrieren.

Ströbe Model Trauer
Schatten