Das Bestattungshaus Haller ist in Esslingen fest verwurzelt. Mit der Feierhalle am Ottilienplatz haben wir eigene Räume mitten in der Stadt, in denen Trauerfeiern und Abschiednahmen in Ruhe und ohne Zeitdruck stattfinden können. Daneben begleiten wir Beisetzungen auf allen neun Esslinger Friedhöfen, vom Ebershaldenfriedhof bis zum kleinen Friedhof in Zell, ebenso wie auf den Friedhöfen der Nachbarstädte Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und im gesamten Stuttgarter Raum.

Wir übernehmen für Sie die Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung, die Anmeldung der Bestattung und alle Formalitäten rund um die Grabstätte. Ob Erdbestattung im Wahlgrab, Urnenbeisetzung in den Gärten der Stille oder Baumbestattung: Wir hören zu, was zu dem Menschen passt, von dem Sie Abschied nehmen, und gestalten den Weg dorthin gemeinsam mit Ihnen. Im Trauerfall erreichen Sie uns unter 0711 722 09 50. Für ein Vorsorgegespräch oder eine Beratung zur Grabwahl empfangen wir Sie gerne in unserem Gesprächsraum in Esslingen.

Friedhöfe in Esslingen im Überblick: Ebershaldenfriedhof, Pliensaufriedhof und die Stadtteilfriedhöfe

Die Stadt Esslingen am Neckar unterhält neun städtische Friedhöfe. Der Ebershaldenfriedhof in der Stadtmitte ist mit 8,4 Hektar der größte und steht als Kulturdenkmal unter Schutz, der Pliensaufriedhof folgt mit rund 4.000 Grabstätten an zweiter Stelle. Dazu kommen sieben Stadtteilfriedhöfe in Berkheim, Hegensberg, Oberesslingen, Mettingen, St. Bernhardt, Sulzgries und Zell. Das Angebot an Grabarten reicht vom klassischen Reihengrab über Wahlgräber bis zu pflegefreien Formen wie den Gärten der Stille, Baumgräbern und Urnennischen. Die Ruhezeit beträgt einheitlich 20 Jahre, bei Kindern bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr 10 Jahre. Dieser Beitrag ordnet die Esslinger Friedhöfe ein und zeigt, welche Grabstätten wo möglich sind. Wenn Sie akut einen Trauerfall haben, erreichen Sie das Bestattungshaus Haller jederzeit unter der 24-Stunden-Rufnummer 0711 722 09 50. Wir begleiten Bestattungen auf allen Esslinger Friedhöfen.

Welche Friedhöfe gibt es in Esslingen?

Esslingen ist eine Stadt der kurzen Wege, auch beim letzten Weg. Die neun städtischen Friedhöfe liegen dezentral in den Stadtteilen und damit nahe an den Wohnquartieren. Viele Angehörige können das Grab zu Fuß erreichen. Zuständig ist die Friedhofsverwaltung im Grünflächenamt der Stadt (Landenbergerstraße 50, direkt am Ebershaldenfriedhof). Rechtsgrundlage ist die Friedhofssatzung der Stadt Esslingen am Neckar vom 8. Mai 2023, die für alle städtischen Friedhöfe gilt.

Friedhof Lage Das zeichnet ihn aus
Ebershaldenfriedhof Stadtmitte, Landenbergerstraße Größter Friedhof (8,4 Hektar), Kulturdenkmal, Bestattungshalle von 1902, jüdischer Friedhofsteil
Pliensaufriedhof Pliensauvorstadt Zweitgrößter Friedhof (ca. 6 Hektar, rund 4.000 Grabstätten), Gemeinschaftsanlage mit Erdrasengräbern
Friedhof Berkheim Berkheim Beisetzungen seit etwa 1200, an der Kirche St. Michaelis
Friedhof Hegensberg Hegensberg Leichenhaus mit Feierhalle, Gärten der Stille, Ehrengrabfeld
Friedhof Oberesslingen Oberesslingen Beisetzungen seit 1850, nahe der Martinskirche
Friedhof Mettingen Mettingen Urnenwand, Gedenkorte für Kriegsopfer und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
Friedhof St. Bernhardt St. Bernhardt Beisetzungen seit 1380, Gärten der Stille
Friedhof Sulzgries Sulzgries Muslimische Grabfelder seit 1967, Kolumbarium im Alten Leichenhäusle
Friedhof Zell Zell Beisetzungen seit 1280, Urnenwand und Urnengemeinschaftsgrabfeld

Ebershaldenfriedhof: über 180 Jahre Esslinger Bestattungskultur

Der Ebershaldenfriedhof liegt im Zentrum der Stadt. Die erste Bestattung fand hier 1844 statt, seitdem ist er zum bedeutendsten Friedhof Esslingens gewachsen. Die Anlage ist als Kulturdenkmal gesetzlich geschützt. Wer über das Gelände geht, liest Esslinger Stadtgeschichte an den Grabmalen ab: Familiengräber bekannter Industriellenfamilien, das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege, dazu die Bestattungshalle von 1902 mit ihren Jugendstilfenstern. Seit 1869 gehört ein jüdischer Friedhofsteil zum Ebershaldenfriedhof. Ehrenamtliche dokumentieren die alten Gräber, regelmäßig finden öffentliche Friedhofsführungen statt. Eine Besonderheit, die vielen Eltern Trost gibt: Auf dem Ebershaldenfriedhof gibt es eine eigene Grabstätte für Frühgeborene und Fehlgeburten, die nicht der Bestattungspflicht unterliegen.

Pliensaufriedhof: der zweitgrößte Friedhof der Stadt

Auf der anderen Neckarseite, in der Pliensauvorstadt, liegt der Pliensaufriedhof. Er ist der jüngste unter den großen Esslinger Friedhöfen: Die ersten Bestattungen fanden 1952 im unteren, alten Teil statt. Heute umfasst er rund sechs Hektar mit etwa 4.000 Grabstätten. Für Angehörige interessant ist vor allem seine Gemeinschaftsgrabanlage. Sie ist die einzige in Esslingen, in der neben Urnenbeisetzungen auch Erdbestattungen in einem Erdrasengrab möglich sind. Der Namenszug der Verstorbenen wird auf einer Edelstahltafel angebracht, die gärtnerische Pflege ist für die gesamte Nutzungsdauer enthalten.

Die Stadtteilfriedhöfe: Abschied nah am Wohnort

Die sieben kleineren Friedhöfe erzählen zum Teil eine noch längere Geschichte als die beiden großen. In Berkheim wird seit etwa 1200 an der Kirche St. Michaelis beigesetzt, in Zell seit 1280 bei der Johanneskirche, in St. Bernhardt seit 1380. Diese Friedhöfe sind zugleich kleine Parkanlagen mit altem Baumbestand und gehören fest zum Ortsbild ihrer Stadtteile.

Jeder Stadtteilfriedhof hat ein eigenes Profil. Der Friedhof Sulzgries bietet seit 1967 muslimische Grabfelder und beherbergt mit dem Alten Leichenhäusle ein Kolumbarium in einem Gebäude. In Zell stehen seit 2004 eine Urnenwand und seit 2008 ein Urnengemeinschaftsgrabfeld zur Verfügung. Mettingen hat ebenfalls eine Urnenwand sowie Gedenkorte für die Opfer der Weltkriege und für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Hegensberg verfügt über ein Leichenhaus mit Feierhalle und eine Urnengemeinschaftsanlage aus der Reihe der Gärten der Stille, die es auch in St. Bernhardt und Sulzgries gibt. Oberesslingen liegt nahe der Martinskirche, das Leichenhaus am Haupteingang stammt aus dem Jahr 1850.

Welche Grabarten stehen auf den Esslinger Friedhöfen zur Wahl?

Die Stadt Esslingen bietet Grabstätten für Erd- und Feuerbestattungen an. Grundsätzlich unterscheidet die Friedhofssatzung zwischen Reihengräbern, Wahlgräbern und mehreren Sondergrabarten.

Reihengrabstätten

Reihengräber werden von der Friedhofsverwaltung der Reihe nach vergeben, die Lage lässt sich also nicht auswählen. Nach Ablauf der Nutzungszeit kann das Nutzungsrecht nicht verlängert werden. Es gibt drei Formen: das Erdbestattungsreihengrab für eine verstorbene Person über zehn Jahre, das Urnenreihengrab für jeweils eine Aschenurne und das Kinderreihengrab für Kinder bis zu einem Alter von zehn Jahren.

Wahlgrabstätten

Bei einem Wahlgrab legen die Angehörigen die Lage gemeinsam mit der Friedhofsverwaltung fest. Das Nutzungsrecht kann nach Ablauf verlängert werden, deshalb eignen sich Wahlgräber gut als Familiengrabstätten über Generationen. In einem Erdbestattungswahlgrab können bis zu zwei Personen erdbestattet und zusätzlich bis zu sechs Urnen beigesetzt werden. Ein Urnenwahlgrab nimmt bis zu vier Urnen auf. Für Kinder gibt es eigene Kinderwahlgräber in gesonderten Kindergrabfeldern.

Pflegefreie und gemeinschaftliche Grabformen

Immer mehr Familien wünschen sich eine Grabstätte, die keine regelmäßige Pflege durch Angehörige erfordert. Esslingen hat darauf mit mehreren Angeboten reagiert:

  • Gärten der Stille: Urnengemeinschaftsanlagen mit blühenden Stauden und Ziergehölzen, die von der Stadt gepflegt werden. Sie wurden im Dialog zwischen Grünflächenamt, Steinbildhauern und Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und stehen unter anderem in Hegensberg, St. Bernhardt und Sulzgries.
  • Urnengemeinschaftsgrabfelder: Die Grabstätten werden wie Reihengräber vergeben. Der Namenszug der Verstorbenen kommt auf eine Edelstahltafel, die gärtnerische Pflege ist über die gesamte Nutzungszeit von 20 Jahren enthalten. Die Angehörigen entscheiden selbst, ob die Beisetzung anonym, im kleinen Kreis oder mit einer Trauerfeier stattfindet.
  • Urnennischen (Kolumbarien): Auf einigen Friedhöfen können Urnen in einer Nische beigesetzt werden, pro Nische sind zwei Beisetzungen möglich. In Sulzgries befindet sich das Kolumbarium in einem Gebäude, dem Alten Leichenhäusle.
  • Baumbestattung: Auf ausgewiesenen Arealen können Urnen am Fuße von Bäumen beigesetzt werden. Jeder Bestattungsplatz bietet Raum für vier Urnen und trägt eine Grabplatte, in die ein Bildhauer den Namenszug einarbeiten kann. Das Nutzungsrecht läuft mindestens 20 Jahre und ist verlängerbar.

Wenn Sie unsicher sind, welche Grabform zu Ihrer Familie passt, hilft ein Blick in unseren Überblick über die Bestattungsarten. Gerne besprechen wir die Möglichkeiten auch persönlich mit Ihnen.

Wie lange gilt die Ruhezeit auf den Esslinger Friedhöfen?

Die Ruhezeit ist die Frist, in der eine Grabstätte nicht neu belegt oder aufgelöst werden darf. In Esslingen beträgt sie für Verstorbene und für Aschenurnen einheitlich 20 Jahre. Bei Kindern, die vor dem vollendeten zehnten Lebensjahr gestorben sind, gilt eine Ruhezeit von 10 Jahren.

Für die Wahl der Grabart hat das eine praktische Folge: Bei Reihengräbern und Urnengemeinschaftsgrabfeldern endet das Nutzungsrecht nach Ablauf der Frist, eine Verlängerung ist nicht vorgesehen. Wer sich einen dauerhaften Ort für die Familie wünscht, an dem später weitere Angehörige beigesetzt werden können, ist mit einem Wahlgrab besser beraten. Dort lässt sich das Nutzungsrecht immer wieder verlängern.

Wovon hängen die Kosten für ein Grab in Esslingen ab?

Die Gebühren für die Esslinger Friedhöfe regelt die Friedhofsgebührensatzung der Stadt. Auf die Gesamtkosten wirken mehrere Faktoren ein: die Grabart (Reihengrab, Wahlgrab oder eine der Gemeinschaftsformen), die Nutzungsdauer, die Frage, ob es sich um eine Erd- oder eine Urnenbeisetzung handelt, und die spätere Gestaltung mit Grabmal und Bepflanzung. Bei den pflegefreien Formen wie den Urnengemeinschaftsgrabfeldern ist die gärtnerische Pflege bereits in der einmaligen Gebühr enthalten, dafür entfällt die freie Gestaltung des Grabes.

Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht. Bestattungen sind sehr individuell, und seriös lässt sich das nur im persönlichen Gespräch klären. Wenn Sie Klarheit über die Kosten in Ihrer Situation möchten, sprechen Sie uns gerne an. Wir stellen Ihnen die Kostenarten für Ihren Fall transparent zusammen.

Häufige Fragen zu den Friedhöfen in Esslingen

Wie viele Friedhöfe gibt es in Esslingen?

Die Stadt Esslingen am Neckar unterhält neun städtische Friedhöfe: den Ebershaldenfriedhof, den Pliensaufriedhof sowie die Stadtteilfriedhöfe in Berkheim, Hegensberg, Oberesslingen, Mettingen, St. Bernhardt, Sulzgries und Zell.

Welcher ist der größte Friedhof in Esslingen?

Der Ebershaldenfriedhof in der Stadtmitte ist mit 8,4 Hektar der größte Friedhof Esslingens. Er wurde 1844 erstmals belegt und steht als Kulturdenkmal unter gesetzlichem Schutz. Der Pliensaufriedhof ist mit rund 4.000 Grabstätten der zweitgrößte.

Welche Grabarten gibt es auf den Esslinger Friedhöfen?

Esslingen bietet Reihengräber und Wahlgräber für Erd- und Urnenbestattungen sowie mehrere Sondergrabarten: Urnengemeinschaftsanlagen (Gärten der Stille), Urnengemeinschaftsgrabfelder, Urnennischen in Kolumbarien, Baumgrabstätten und eine Grabstätte für Frühgeborene auf dem Ebershaldenfriedhof.

Wie lange ist die Ruhezeit auf den Friedhöfen in Esslingen?

Die Ruhezeit beträgt für Verstorbene und Aschenurnen einheitlich 20 Jahre. Für Kinder, die vor dem vollendeten zehnten Lebensjahr gestorben sind, gilt eine Ruhezeit von 10 Jahren.

Gibt es in Esslingen pflegefreie Gräber?

Ja. Die Gärten der Stille und die Urnengemeinschaftsgrabfelder werden von der Stadt gärtnerisch gepflegt, der Namenszug der Verstorbenen wird auf einer Edelstahltafel angebracht. Auch Baumgräber und Urnennischen kommen ohne regelmäßige Grabpflege durch Angehörige aus.

Sind auf dem Pliensaufriedhof Erdbestattungen im Rasengrab möglich?

Ja. Die Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Pliensaufriedhof ist die einzige in Esslingen, in der neben Urnenbeisetzungen auch Erdbestattungen in einem Erdrasengrab möglich sind. Die Pflege ist über die gesamte Nutzungsdauer enthalten.

Wo können in Esslingen Trauerfeiern stattfinden?

Mehrere Esslinger Friedhöfe verfügen über Feierhallen oder Leichenhäuser, etwa der Ebershaldenfriedhof mit seiner Bestattungshalle von 1902 und der Friedhof Hegensberg. Das Bestattungshaus Haller bietet mit der Feierhalle am Ottilienplatz zusätzlich eigene Räume mitten in Esslingen an.

Quellenverzeichnis

  1. Stadt Esslingen am Neckar: Friedhöfe (Übersicht der städtischen Friedhöfe, Grabarten und Ruhezeiten), abgerufen im Juli 2026. https://www.esslingen.de/leben-und-lernen/zuhause-in-esslingen/friedhoefe
  2. Stadt Esslingen am Neckar: Ebershaldenfriedhof (Geschichte, Denkmalschutz, jüdischer Friedhofsteil), abgerufen im Juli 2026. https://www.esslingen.de/leben-und-lernen/zuhause-in-esslingen/friedhoefe/ebershaldenfriedhof
  3. Stadt Esslingen am Neckar: Friedhofssatzung vom 8. Mai 2023 (Ortsrecht), abgerufen im Juli 2026. https://www.esslingen.de/buergerservice/ortsrecht
  4. Stadt Esslingen am Neckar: Serviceportal, Friedhofsverwaltung (Kontakt und Zuständigkeit), abgerufen im Juli 2026. https://apps.esslingen.de/buergerportal/Detail?Link=Service&ServiceBWId=1191
  5. Gesetz über das Friedhofs- und Leichenwesen Baden-Württemberg (Bestattungsgesetz BW), abgerufen im Juli 2026. https://www.landesrecht-bw.de
  6. Bestattungshaus Haller: Feierhalle am Ottilienplatz und Begleitung im Trauerfall, abgerufen im Juli 2026. https://bestattungshaus-haller.de